Sonntag, 9. Februar 2020

Respekt - der Grundbaustein zwischenmenschlicher Beziehungen

"Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten." (Matthäus 7:12)
Eine der weisesten Grundregeln in der Bibel, die uns eigentlich das gesamte Handwerkszeug für den Umgang mit andere Menschen an die Hand gibt. Und die gerade heute so aktuell ist, dass man eigentlich Angst haben müsste.

Heute, wo eine Partei in die Parlamente Einzug hält und stetig Zulauf hat, die Vorurteile streut und Menschen gegeneinander aufhetzt, müssen wir uns mehr denn je der Wahrheit dieses Spruches bewusst werden.

Dass diese Partei so stark werden konnte ist allerdings nicht der Dummheit oder der Ignoranz der Menschen zuzuschreiben, sondern der Ignoranz und Arroganz der Politiker der "etablierten Parteien", die seit Jahren die Probleme und Ängste der Menschen ignorieren - und sich jetzt wundern, dass ihre Politik, in der sie neuerdings oft genug Gutes für die Bürgerinnen und Bürger umzusetzen suchen, nun wiederum von den Wählerinnen und Wählern ignoriert wird. Sie haben ignoriert und werden jetzt ignoriert.

Die Menschen haben das Vertrauen in "die Mächtigen" verloren, sie glauben den "Halbgöttern in Nadelstreifen" nicht mehr. Ist das so verwunderlich, wo doch die Politiker und Manager die Menschen seit Jahren für dumm verkaufen und sich so komplett abgekapselt haben, dass sie die reale Welt gar nicht mehr kennen?

Aber auch in Zwischenmenschlichen Beziehungen ist es wichtig, den oder die andere genauso zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Respektvoll. Schon in der gesellschaftlich kleinsten Einheit, der Ehe, ist gegenseitiger Respekt unabdingbar wenn das "Projekt Ehe" von Erfolg gekrönt sein soll. Die meisten Ehen werden geschieden, weil sich die Ehepartner nichts mehr zu sagen haben, weil sie sich "auseinandergelebt" haben oder weil sie sich mittlerweile abgrundtief hassen. Das sind alles Zeichen mangelnden Respekts voreinander.

Mancher Nachbarschaftsstreit wäre leichter beizulegen, wenn sich die Streithähne mit gegenseitigem Respekt an einen Tisch setzen, um ihren Streit beizulegen.

Die Angst vor Geflüchteten und Vorurteile gegen sie würde geringer (oder sogar ins Gegenteil umschlagen) wenn man sich ehrlich auf sie einlässt, sie einfach mal nach den Ursachen ihrer Flucht fragt. Dann wird man von einem Afrikaner erfahren, dass den Menschen in seinem Land die Lebensgrundlage entzogen wird - völlig respektlos durch amerikanische und europäische Großkonzerne. Ich hatte bereits beim Thema "Nachhaltigkeit" dazu Stellung genommen.

Fragen wir einen Syrer, Iraker oder Afghanen, warum er geflohen ist. Sie flohen vor Kriegen, die in amerikanischen Interessen geführt wurden und werden, die ein Machtvakuum in den Ländern hinterlassen haben, welches nun von Warlords oder islamistischen Milizen wie dem IS oder Al Quaida gefüllt werden.

Die US-Soldaten waren auf jeden Fall nicht auf die kulturellen Besonderheiten der Völker aufgeklärt worden, somit sind auch die vielen Verstöße gegen dortige Regeln zu erklären. Auch eine Form von Respektlosigkeit. Eine Respektlosigkeit, für die Menschen mit ihrem Leben bezahlen. Im Namen amerikanischer und europäischer Interessen. Besser gesagt: amerikanischer und europäischer Konzerne.

Glücklicherweise bekommen aber die Konzerne immer mehr Gegenwind. Die Menschen besinnen sich auf wichtige Sachen wie Nachhaltigkeit und fair getradete Produkte. Sie gewinnen immer mehr Respekt vor der Leistung zum Beispiel Kolumbianischer Kaffeebauern und sind bereit,dafür einen höheren Preis zu zahlen. Sie gewinnen Respekt vor den Leistungen der Ökobauern und kaufen ökologisch angebaute Produkte auch wenn sie teurer sind. Immer mehr Menschen achten beim Kauf von Fleisch oder Geflügel auf vernünftige Zuchtbedingungen und greifen dafür gern tiefer in die Taschen. Geiz ist geil war gestern.

Ja. Respekt ist vor allem Achtung vor der göttlichen Schöpfung. Besinnung auf die Verantwortung dafür, die Gott uns gab. Und da alle Menschen Geschöpfe Gottes sind, sollen wir vor allen Menschen Respekt haben und sie so behandeln, wie auch wir behandelt werden wollen. Und auch Tiere sind Gottes Geschöpfe, die unsere Respekt verdienen.

Die Manager der Konzerne bekommen endlich Gegenwind, genau wie die Politiker, die sie schützen und die vor allem die Interessen der Konzerne vertreten.

Aber ein großer Schritt muss noch getan werden: Wir müssen die Jugend Respekt lehren. Die 68er mit ihrer "antiautoritären Erziehung" haben uns ein Erbe hinterlassen, das aus egoistischen und respektlosen Individuen besteht. Wohl bemerkt sind hier nicht alle Jugendlichen gemeint, aber man kann beobachten, dass die "Jugend von heute" im allgemeinen immer schlimmer wird. Oder ist es respektvoll, wenn einige jugendliche Jungs eine ältere Frau vollpöbeln und sie in Angst und Schrecken versetzen? Sicher nicht.

Wir können als Christen mit gutem Beispiel vorangehen und Respekt leben. wir können den Menschen zeigen was Jesus lehrt. getreu dem oben zitierten Satz aus Matthäus 7:12
"Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten."

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Donnerstag, 6. Februar 2020

Zusammenhalt und Nächstenliebe


"Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: "Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!"" (Prediger 4:12)

Ein sehr guter Spruch,der uns die Stärke der Gemeinsamkeit aufzeigt. Ob wir von der Gemeinsamkeit in der Ehe reden oder vom "an einem Strang ziehen" auf der Arbeit. Ob von gegenseitiger Hilfe in Freundschaften oder unter Nachbarn. Und natürlich ist auch gegenseitiger Beistand in kritischen, vielleicht sogar gefährlichen Situationen zu nennen.

Situationen, in denen Menschen einander Beistehen können und müssen gibt es viele. Und genau darauf weist uns das Kapitel 4 im Buch Prediger hin:
8 Manch einer lebt völlig allein und hat weder Kinder noch Geschwister. Trotzdem arbeitet er ohne Ende und ist nie zufrieden mit seinem Besitz. Aber für wen mühe ich mich dann ab und gönne mir nichts Gutes mehr? Das ist doch unsinnig, so vergeudet man nur seine Zeit!
9 Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. 10 Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der alleine ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft! 11 Wenn zwei in der Kälte zusammenliegen, wärmt einer den anderen, doch wie soll einer allein warm werden? 12 Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: »Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!«
Wenn wir für einander da sind und uns gegenseitig helfen sorgen wir nicht nur dafür, dass einem anderen geholfen wird, sondern sorgen gleichzeitig dafür, unsere Gesellschaft - und somit unsere Welt - ein klein wenig besser zu machen.

Und liegt nicht genau hierin die Pflicht eines jeden Christen? Trotzdem erleben wir immer wieder, dass Menschen, ja, auch Christen, wegsehen wenn andere Menschen in Not sind. Sei es, dass sie aus irgendeinem Grunde zum Beispiel ihren Nachbarn "nicht riechen können" oder der Ansicht sind, dass "dieser Säufer" ja selbst schuld an seiner Situation ist.

Sicher, vielleicht haben sie Recht und der alkoholkranke Mensch ist selbst an seiner Situation schuld. Aber ist das nicht genau der Punkt, ihm zu helfen? Ich meine nicht, dass man darüber sich selbst ins Unglück stürzen muss weil man die Mietschulden des Alkoholkranken übernimmt. Aber man kann ihm helfen, vom Alkohol wegzukommen, mit dem Vermieter eine Ratenzahlung zu vereinbaren und dabei, dass er sein Leben wieder selbst in die Hand nehmen kann.

Wenn wir den ungeliebten Nachbarn zum Beispiel bei der Beseitigung eines Wasserschadens helfen, kommen wir mit ihnen ins Gespräch und stellen vielleicht fest, dass unsere Abneigung nur auf einem Missverständnis beruht und freundet sich mit den Nachbarn an. Auf jeden Fall werden Mauern eingerissen und gegenseitiges Verständnis aufgebaut.

Wenn wir christliche Nächstenliebe zeigen leben wir das Wort Christi. Wir leben das Gebot der Nächstenliebe so, wie Jesus es uns gelehrt hat. Wir machen damit unser Umfeld ein bisschen besser und haben - ganz nebenbei - die Chance, unseren Mitmenschen die Lehre Jesu und das Wort Gottes näherzubringen.
"Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand." (Jakobus 3:5)
Wir können mit kleinen Gesprächen Menschen davon überzeugen, Gott zu folgen und nach seinen Geboten und Jesu Lehre zu leben. Würde die Welt dadurch nicht besser? Und Sie, ja, genau SIE, können dazu beitragen, unsere Welt besser und lebenswerter zu machen. Wir müssen nur zusammenhalten. Für einander da sein. Unsere Mitmenschen nicht ignorieren, sondern gemäß der Lehre Jesu lieben.

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Mittwoch, 5. Februar 2020

Verzweiflung und Sorgen

"Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch." 1. Petrus 5:7
Wenn ich am verzweifeln bin denke ich immer daran, das der HERR meine Hoffnung ist. Und dann hört er mich. Und ist für mich da. Gott will definitiv nicht, dass man vor Verzweiflung nicht mehr ein noch aus weiß. Er bietet uns seine Hilfe an.

Warum aber lässt er uns erst in heikle Situationen kommen, in denen wir uns sorgen und am verzweifeln sind? Die Antwort dürfte einfach sein: Er möchte uns auf von uns gemachte Fehler aufmerksam machen und uns dazu bringen, dass wir uns wieder auf seine Gnade besinnen.

Jeder Mensch, auch die größten Atheisten, hat schon Stoßgebete gebetet. Und Hilfe erfahren. Ist es nicht gnädig vom HERRN, selbst ungläubigen Menschen zu helfen? Und trotzdem glauben viele Menschen, die diese Gnade erfahren haben, immer noch nicht an ihn.

Der HERR fordert uns gleich mehrfach auf, unsere Sorgen und Nöte bei ihm abzuladen. Mehrfach bietet er uns seine Hilfe an. Im Artikel "Bittet" hatte ich schon darüber geschrieben.

Wie aber soll man seine Sorgen und Nöte bei Gott abladen, wie ihn um Hilfe bitten? Diese Frage stellt sich für viele Menschen. Und dabei ist die Antwort ganz einfach.

Bitten wir den HERRN um Hilfe, sollten wir uns auch gleich für die geleistete Hilfe bedanken. Wenn man zum Beispiel auf Arbeitssuche ist, sagen wir man sucht eine Stelle als Gebäudereiniger, könnte man so beten:

"HERR, ich habe viele Bewerbungen geschrieben und bitte dich um Hilfe. Lass meine Bewerbungen die Aufmerksamkeit der Chefs finden und lasse die Bewerbungen von Erfolg gekrönt sein. Ich danke dir für die Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und für meine neue Arbeit."
Und dann vertrauen wir einfach darauf, dass der HERR sich um alles kümmert. Wir müssen nicht zig mal um das Selbe beten. Wahrscheinlich würden wir Gott damit eher auf die Nerven gehen. Es geht Ihnen doch genauso, wenn jemand Ihnen ständig das Gleiche erzählt. Nein. Der HERR weiß genau, was er für uns tun kann.

"Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet." (Matthäus 6:8)
Warum also sollen wir bitten, wenn doch der HERR eh weiß, was uns auf der Seele brennt? Ganz einfach: Weil der HERR will, dass wir uns mit unserem Leben und unserer Situation auseinandersetzen. Weil er will, dass wir uns unserer Schwächen bewusst werden.

Wir kommen oft nur deshalb in brenzlige Situationen, weil wir uns selbst in Gefahr begeben oder unseren Schwächen nachgeben. So zum Beispiel der Mann, der einen Kredit aufnahm, um eine Wohnung zu kaufen. Den Kredit bediente er aber nicht, weil er das Geld jeden Tag in die Kneipe trug und dort versoff. Dann verlor er natürlich die Wohnung und landete auf der Straße. Weil er seiner Schwäche, dem Alkohol, immer wieder nachgab.

Auch diesem Mann will Gott helfen. Wir alle kennen den Spruch
"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!"
 Damit ist gemeint, dass der HERR uns gern beisteht wenn er Bemühungen unsererseits erkennt, ein Problem zu lösen. Er will, dass wir selber tätig werden und versuchen, die Ursachen unserer Sorgen zu beseitigen und unser Leben oder unsere Situation wieder ins Lot zu bringen. Ein Gebet und das Vertrauen darauf, dass Gott uns gehört hat und für uns da ist, ist dabei der erste Schritt. Gott wird uns die Lösung unserer Probleme aufzeigen wenn er sieht, dass wir ernsthaft an der Lösung interesiert sind. So wie in unserem Beispiel mit der Arbeitssuche, man hat bereits Bewerbungen geschrieben, ist also tätig geworden und hat sein Schicksal - und damit sein Leben - in die Hand genommen.
"was der Herr dir sagt; er ist dein Herr und dein Gott, dein Anwalt, der für dich eintritt: »Ich nehme euch den Becher mit dem starken Trank meines Zornes wieder aus der Hand. Ihr braucht nicht länger daraus zu trinken." (Jesaja 51:22)
 "Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist in allen Fragen euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt: Bleibt mit Christus verbunden." (1. Johannes 2:27)

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Samstag, 1. Februar 2020

Geld

Heute widmen wir uns dem leidigsten aller Themen: Dem Geld.

Für die meisten Menschen ist der Umgang mit Geld eher ein notwendiges Übel, für manche aber ist es auch Berufung. Und dann gibt es ja noch die Numismatiker, die aus Hobby Münzen sammeln.

Wir alle kennen die verschiedensten Sprichwörter, die sich - ob positiv oder negativ - ums Geld drehen. 
  • Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert
  • Geld stinkt nicht
  • Es ist nicht alles Gold, was glänzt
  • Zeit ist Geld
Egal, wie wir zu Geld stehen: Geld existiert und Punkt! Geld ist weder gut noch schlecht, Geld ist einfach! Es ist nicht das Geld, dass an Ihrer Situation oder an Kriegen schuld ist. Dafür sind Sie selbst oder Politiker und Extremisten verantwortlich!

Sie fragen sich sicher, warum ein gottesfürchtiger Mensch Geld so sehr in Schutz nimmt. Ich finde das gar nicht so erstaunlich. Es sind Menschen, die Geld für gute oder schlechte Sachen ausgeben. Das Geld entscheidet nicht, ob es für ein Brot oder eine Bombe ausgegeben wird. Es sind die Menschen, die es für etwas ausgeben.

Und dann ist da noch ein Punkt: Wenn Gott in allem ist, ist er logischerweise auch im Geld. Geld ist in erster Linie ein bedrucktes Stück Papier oder geprägtes Metall. Und wussten Sie schon, dass es das meiste Geld, welches irgendwo verbucht ist, gar nicht physisch als solches gibt?

Jetzt fällt ihnen bestimmt das Argument ein, dass ja schließlich schon Jesus Reichtum verdammt hat. Hat er das? Sein bekanntestes Gleichnis zu Reichtum und somit zu Geld finden wir in Matthäus 19:24, Markus 10:25 und Lukas 18:25:
"Ja, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes Reich kommt."
Daraus lesen viele Leute, dass Jesus reiche Menschen verdammt hat. Hat er das wirklich? Er sagt nicht, dass Reiche nicht in den Himmel kommen können, er sagt lediglich, dass es für sie schwerer ist. Warum?

Schon zu Zeiten Jesu waren die meisten Reichen nur durch die Ausbeutung anderer und durch Betrügereien reich geworden. Es gibt aber in der Bibel auch viele Beispiele von Menschen, die rechtschaffen reich geworden sind und Gott gefallen haben. Nehmen wir nur mal die Beispiele Abraham und Josef. Beide waren durch Rechtschaffenheit und Gottes Segen reich geworden. Und Josef musste dabei sogar heftige Rückschläge einstecken.
"Die Phönizier haben das Geld erfunden – aber warum so wenig?"
 Dieses fälschlicherweise Johann Nestroy zugeschriebene Zitat stammt eigentlich aus der Feder des polnischen Lyrikers und Satirikers Marian Załucki (Quelle) und drückt aus, was viele von uns denken, die am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig haben.

Ja, viele Menschen haben finanzielle Sorgen. Sehr oft, weil sie mit der Ressource Geld falsch umgehen. Ich hatte darüber bereits in meinem Artikel zur Rechtschaffenheit geschrieben. Sie gehen jeden Abend in die geliebte Kneipe und rauchen wie die Schlote.

Aber es gibt auch andere Gründe für finanzielle Sorgen: Der Arbeitgeber zahlt zu wenig, der Partner ist arbeitslos oder eine plötzliche Katastrophe (Waschmaschine kaputt oder ähnliches) reißt ein Loch ins Budget. Und schon steht man dem Geld irgendwie feindlich gegenüber.

Warum aber soll Geld zu Leuten kommen, die schlecht, vielleicht sogar feindlich, über Geld denken?
"Geld ist ein notwendiges Übel!"
Solche Sätze sorgen nicht gerade für einen freundschaftlichen Umgang mit Geld. Vielleicht kann man es ja lieber so machen, wie Jesus rät:
"Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?"
Jesus fordert uns hier dazu auf, uns keine Sorgen zu machen, der HERR wird für uns sorgen. Auch ich war restlos pleite und hoch verschuldet. Aber immer, wenn ich den HERRN um Hilfe bat, kam von irgendwoher Geld. Manchmal zahlte einfach ein Kumpel nach Jahren längst vergessene Schulden zurück, mal bot mir Mutter oder ein guter Freund Hilfe an.

Und nun noch mal zu den längst vergessenen Schulden: Ich mache jetzt seit Jahren gewissenhafte Buchhaltung. Kaufmännisch nach Soll und Haben. Es wird mir nicht mehr passieren, dass ich nicht weiß, wem ich Geld geliehen habe. Und wissen Sie was? Mir geht es finanziell gut. Der HERR ist mit mir und das Geld fühlt sich, weil ich mich darum kümmere, bei mir wohl.

Ich kann das ehrlich sagen. Ich lebe rechtschaffen, liebe Gott und werde von Gott geliebt. Ich liebe das Geld nicht, aber ich begegne ihm mit dem angemessenen Respekt.
"Ein weiser Mensch kommt zu großem Reichtum, ein Dummkopf aber verschleudert sein Geld." (Sprüche 21:20)
Wenn zum Beispiel der Arbeitgeber zu wenig zahlt, wechseln Sie den Job! Bei meinem letzten Arbeitgeber verdiente ich etwa 500 Euro weniger. Ich unterhielt mich damals mit einem Kollegen darüber, dass ich den Job wechseln wolle. Er sagte damals
"Ich weiß, dass wir absolut unterbezahlt sind. Aber ich bin zu bequem, mir was neues zu suchen."
Sein Sie ehrlich, diesem Mann ist solange nicht zu helfen, bis er sich kümmert und sich neue Arbeit sucht. Dafür ist er aber ganz alleine verantwortlich. Nicht das Geld.

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Mittwoch, 29. Januar 2020

Nachhaltigkeit

Eines der meistgebrauchten Wörter unserer Zeit ist neben "Klimawandel" das Wort "Nachhaltigkeit". Immer mehr Menschen wird bewusst, dass unser ungebremstes Konsumverhalten ein immer größeres Problem wird. Die Wirtschaft muss brummen, koste es was es wolle!

Nachhaltigkeit ist etwas großartiges. Als vor Jahren der Flaschen- und Dosenpfand eingeführt wurde, war ich einer der größten Befürworter. Als jemand, der in der ehemaligen DDR großgeworden ist, kenne ich das Sytem der SERO-Annahmestellen. hier konnte man alles abgeben: Kupfer, Eisen, Stahl, Papier, Flaschen und Gläser... und bekam einen kleinen Obulus dafür.

In der DDR war sicher nicht der Gedanke an Nachhaltigkeit der Grund, sondern permanenter Rohstoffmangel. Davon kann zwar derzeit keine Rede sein, aber wenn der Raubbau so weitergeht, haben zukünftige Generationen bald ein ziemliches Problem.

Gott hat uns als Menschen die Verantwortung für seine Schöpfung gegeben.
"So schuf Gott den Menschen als sein Abbild, ja, als Gottes Ebenbild; und er schuf sie als Mann und Frau. Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!« Dann sagte er: »Seht, als Nahrung gebe ich euch alle Pflanzen, die Samen tragen, und die Früchte, die überall an den Bäumen wachsen; aber die Vögel und Landtiere sollen Gras und Blätter fressen.« Und so geschah es." (1. Mose 1:27-30)
Diese Verantwortung wird von Großkonzernen wie zum Beispiel Nestlé mit Füßen getreten, die in Afrika von den Despoten alle Trinkwasservorräte und urbaren Böden aufkaufen und für die einheimische Bevölkerung nichts zum Leben lassen.

Diese Konzerne und ihr Umgang mit den Ressourcen, die die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung bilden, sind die wahren Ursachen für regionale Konflikte und die Hauptursache für die massenhafte Flucht von Afrikanern über das Mittelmeer.

Aber das Problem ist mittlerweile in Europa angekommen: Das idyllische Dorf Vittel wird von Nestlé regelrecht trockengelegt, weil Nestlé die Rechte am Grundwasser aufgekauft hat und dieses rücksichtslos abpumpt um es teuer zu verkaufen. Wir reden von der Lebensgrundlage Wasser!!!

In Asien werden Kinder in Textilbetrieben ausgebeutet, damit wir hier für ein paar Cent T-Shirts bei PRIMARK kaufen können. Welche Zustände in diesen Betrieben herrschen erfuhr die Welt, als 2012 in Bangladesch ein Betrieb abbrannte und über 100 Beschäftigte, von den Flammen eingeschlossen, elendig ums Leben kamen.

Geht man so mit der Schöpfung um? Sieht so die Wahrnehmung der Verantwortung für unseren Planeten und die Mitlebewesen aus?
"Wenn ihr eine Stadt längere Zeit belagert, dann zerstört nicht die Bäume in der Umgebung! Lasst sie stehen, sonst habt ihr nichts mehr von ihren Früchten! Oder wollt ihr etwa auch gegen die Bäume kämpfen?" (5. Mose 20:19)
Hier wird also dazu aufgefordert, Bäume nicht zu fällen, um von ihren Früchten essen zu können. Nachhaltigkeit vor etwa 3.400 Jahren! Wenn ihr die Baume vernichtet, habt ihr keine Früchte mehr, von denen ihr euch ernähren könnt!
 "Wenn ihr unterwegs in einem Baum oder am Boden ein Nest entdeckt, in dem ein Vogel brütet oder seine Jungen füttert, dann fangt ihn nicht! Nur die Jungen dürft ihr euch nehmen. Die Mutter lasst frei! Haltet euch daran, dann wird es euch gut gehen, und ihr werdet lange leben." (5. Mose 22:6-7)
Auch hier haben wir es mit einem Gebot der Nachhaltigkeit zu tun. Die Jungen (den Ertrag) darf man nehmen, die Mutter (die Ressource) soll man schonen.

Waren die Menschen vor 3.400 Jahren etwa klüger als wir heute? Nein. Sie waren nur nicht so hemmungslos in ihrem Konsum. Wenn man sich die Bilder ansieht, wenn Apple ein neues iPhone herausbringt, kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Menschen übernachten vor den Apple Stores um ein neues iPhone zu bekommen. Das alte ist ja schon ein Jahr alt!

Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter in den 1980er Jahren Socken stopfte. Oder Risse in den Hosen nähte. Heute werden Socken und Hosen einfach weggeworfen, neue sind ja so billig. Früher hatten die Leute ihre Fernseher über 20 Jahre, heute wird nach fünf Jahren ein neues Gerät angeschafft.

Auch hier sind die Hersteller mit ihrer Flut an Werbung und Manipulation schuld. Aber auch die Menschen, die darauf hereinfallen. Schuld sind die Hersteller aber vor allem an einem: Daran, dass sie die Notwendigkeit zu Neukäufen nach kurzer Zeit schaffen. Wir alle kennen das kuriose Phänomen, dass Geräte kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputtgehen.

Hier liegt nicht nur ein Verstoß gegen die Nachhaltigkeit, sondern auch Betrug und somit ein Verstoß gegen die Rechtschaffenheit vor. Aber die Hersteller wollen ja immer mehr verkaufen. Solange sich die Manager gegenüber ihren Aktionären verantworten müssen und die Politik wegschaut, wird sich daran nichts ändern.

Aber wie gesagt, die Verantwortung für den Planeten und die Schöpfung hat Gott uns allen gegeben. Und es scheint am nachhaltigsten zu sein, Firmen wie Nestlé oder PRIMARK zu boykottieren, regionale Anbieter zu unterstützen. Wenn man regionales Obst kauft, muss dieses Obst auch nicht von weit her angeliefert werden, also wird weniger Diesel verbraucht. Und so ganz nebenbei wird die regionale Wirtschaft gestärkt, nicht die großen Konzerne.

Ja, es ist gut, dass immer mehr Menschen ihre Verantwortung für unseren Planeten und unsere Mitlebewesen erkennen und ihren Teil dazu beitragen wollen. Gott jedenfalls wird es gefallen.

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Dienstag, 28. Januar 2020

Rechtschaffenheit

"Ein rechtschaffenes Leben ist ein sicherer Schutz; den Gottlosen aber stürzt seine Schuld ins Verderben." (Sprüche 13:6)
Was soll uns dieser Satz sagen? Dass wir ehrlich und fleißig durchs Leben gehen sollen.

Was ist Rechtschaffenheit? Dieses Wort besteht aus den zwei Worten Recht und Schaffen. Also Ehrlichkeit und Fleiß. Und es sagt aber auch etwas anderes: Rechtschaffene Menschen verbringen ihre Zeit nicht mit Dummheiten wie Drogenkonsum oder übermäßigem Alkohol- und Tabakkonsum.

Ich möchte das ganze an einer wahren Geschichte erklären:

Ein Freund von mir hat einen Laden. Er raucht und trinkt nicht, steht von früh bis spät in seinem Geschäft und verdient gutes Geld. Auch seine Geschwister haben alle eine gute Karriere hingelegt. Aber es soll hier in erster Linie um den Vater dieser jungen Leute gehen.

Der Vater kam in der 1960er Jahren aus der Türkei nach Deutschland und arbeitete als Gärtner in einem Krankenhaus. Er lebt sehr sparsam und sorgt vor.

Als er einem seiner Kinder einen Kredit zur Gründung eines Geschäftes gab fragte das Finanzamt höflich an, woher er denn überhaupt solche Summen nehmen würde. Er ging also zum Finanzamt und erklärte dem dortigen Finanzbeamten:
 "Ich habe mein Leben lang gearbeitet und gespart. Ich rauche nicht, ich trinke nicht. Meine Frau kocht zuhause, ich war in meinem Leben selten im Restaurant. Wofür also sollte ich mein Geld ausgegeben haben?"
 Diese Erklärung reichte dem Finanzbeamten offensichtlich aus, denn das Thema war damit erledigt.

Dieser Mann hat in seiner Erklärung dem Finanzbeamten gegenüber  die Definition von Rechtschaffenheit gegeben. Und auch die Bibel führt mehrere Stellen an, zum Beispiel
"Den Aufrichtigen rettet seine Rechtschaffenheit; doch der, dem man nicht trauen kann, ist durch seine eigene Gier gefangen." (Sprüche 11:6) 
Hier wird die Rechtschaffenheit noch um die Bescheidenheit - oder die Abwesenheit von Gier - erweitert.

Aber Gott verspricht uns auch etwas großartiges:
"Weiter sollst du, Mensch, den Leuten aus deinem Volk sagen: Wenn jemand stets getan hat, was in meinen Augen gut und richtig ist, sich aber dann von mir abwendet, so nützt ihm seine frühere Rechtschaffenheit nichts – sie wird ihm nicht das Leben retten. Und wenn ein Mensch, der von mir nie etwas wissen wollte, von seinen falschen Wegen umkehrt, so wird er nicht durch sie zu Fall kommen." (Hesekiel 33:12) 
Dass soll heißen, dass jemand, der früher rechtschaffen war und diese Rechtschaffenheit aufgegeben hat, verloren ist, während derjenige, der von einem gottlosen Leben zur Rechtschaffenheit und zu Gott findet, gerettet wird.

Wir alle kennen sicher die wahren Geschichten von Verbrechern, die im Gefängnis zu Gott gefunden haben und nach ihrer Entlassung aus der Haft ein rechtschaffenes Leben führen. Und wir erfahren auch immer wieder, mit welchem Erfolg diese Menschen durchs Leben gehen.

Also lassen Sie uns gemeinsam ein rechtschaffenes Leben in Gott führen. Das Gute dabei wäre, dass auch unsere Gesellschaft besser wäre. Nur leider lassen sich zu viele Menschen von den Verlockungen der Welt verführen. Aber wir können versuchen, standhaft zu bleiben. Wir müssen ständig an uns arbeiten um bessere Menschen zu werden und Gott zu gefallen. Aber es lohnt sich. Wirklich!

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Montag, 27. Januar 2020

Die Sache Mit dem Kreuz

Wir lehnen das Kreuz als christliches Symbol ab. Wir finden es pervers, dass die führenden Kirchen dieses Symbol stolz vor sich hertragen. Wir verstehen nicht, wie man ein Mordinstrument als Friedenssymbol oder als Symbol für eine friedliche Religion verwenden kann.

Stellen Sie sich vor, man würde einen Menschen, den Sie von ganzem Herzen lieben, den Sie verehren und vergöttern mit einem Messer umbringen. Gehen Sie dann zum nächsten Juwelier, lassen sich ein Miniaturmesser an einer Kette machen und tragen das dann stolz in der Gegend spazieren? Sicher nicht.

Trotzdem verwenden sowohl die evangelischen Kirchen als auch die katholische Kirche das Kreuz als "ihr Symbol".

Im Namen dieses Symbols wurden furchtbare Verbrechen begangen, Menschen bei lebendigem Leib verbrannt und ganze Völker ausgerottet. Und im Namen des Mannes, der an genau diesem Kreuz starb, predigen diese Kirchen also den Frieden?!? Wir nennen das verlogen.

Die ersten Christen nutzten übrigens einen Fisch als Erkennungssymbol, als Erinnerung an die Speisung der Fünftausend. Und als Glaubensbekenntnis. Genaueres dazu finden Sie hier.

Das Kreuz ist also auf jeden Fall als christliches Symbol abzulehnen, wenn man das Christentum als friedlichen Glauben der gegenseitigen Liebe auffasst.

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